die Bogensport-Ostwestfalenliga - was ist das ?

nun, zuerst einmal müsste es eigentlich heißen: Bogensportliga Ostwestfalen-Lippe, daher auch das Kürzel OWL in der Bezeichnung. Doch schaut man auf die Wurzeln der Ligagründung im Jahr 1979 zurück, dann waren eigentlich zwei münsterländische Vereine (aus Ahlen bzw. Oelde) und ein ostwestfälischer Verein Gründungsväter dieser Liga.

Um die bogensportliche Entwicklung untereinander und außerhalb der Meisterschafts- und Turnierwelt im Bogensport zu fördern, insbesondere für Neueinsteiger/-rinnen in diesen Sport, wollte man Training ohne Wettkampfstress aber unter Wettkampfbedingungen anbieten. Die Verantwortlichen dieser Vereine kamen überein, sich während einer Hallensaion (in den Monaten Oktober bis März) in monatlichen Abständen zu gegenseitigen Trainingswettkämpfen unter wettkampfnahen Bedingungen zu treffen.

Das Interesse an dieser Form der bogensportlichen Betätigung war rege und schon bald kamen weitere Vereine aus dem Raum Ostwestfalen-Lippe hinzu - die OWL-Bogensportliga hatte ihren festen Platz im Veranstaltungskalender in der Region gefunden. Um die Fahrwege nicht ausufern zu lassen, die "Wettkämpfe" wurden ja anfänglich zumeist an Traingsabenden der Vereine innerhalb der Woche durchgeführt, wurde es bald notwendig, die teilnehmenden Vereine in Gruppen einzuteilen.

Schon früh, im Jahr 1983, wurde es notwendig, der Liga eine eigene Durchführungsbestimmung (heute Wettkampfordnung genannt) zu geben. Walter Elbracht, der seinerzeit sehr rührselige Vorsitzende der VSG Versmold und einer der Gründungsväter der Liga machte gleich Nägel mit Köpfen und ließ sich diese "Ordnung" von der damaligen Bezirkskommission des Bezirkes III im Westfalischen Schützenbund genehmigen. Doch eines ist die OWL-Bogensportliga seither immer gebleiben - eine privat organiserte Veranstaltungsreihe von und für Bogensportler/-innen in der Region.

Im Laufe der Jahre wuchs das Wettkampfprogramm stetig:

- ab den frühen 2000er-Jahren kamen mehr und mehr auch die Sportler/-innen in die Liga, die Bögen ohne Visier schossen, sodass 2007 auf der jährlichen Ligaversammlung beschlossen wurde hierfür (mit Ausnahme der Blankbogenklassen, die wie die Recurve- und Compoundklassen weiterhin nach dem Reglement des Deutschen Schützenbundes geschossen werden) künftig die Wettkampfordnung des Deutschen Bogensportverbandes (DBSV) anzuwenden.

- in der Mannschaftswertung Recurve wurde eine 1. und 2. Liga mit Auf- und Abstieg geschaffen, ebenso in der Recurve-Schützenklasse u.v.a.m.

Waren es in der ersten Saison 1979/1980 durchschnittlich etwas weniger als 40 Bogensportler/-innen, die an den monatlichen Ligawettkämpfen der OWL-Bogensportliga teilnahmen, sind es heutzutage, in der mittlerweile 40.(!) Saison der Liga, fast 300 Bogensportler/-innen aus weit mehr als 20 Vereinen, organisiert in sechs regionalen Gruppen.

Die OWL-Bogensportliga ist damit wohl die älteste Liga für den Bogensport in Deutschland.